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Tanz

Ich liebe es zu tanzen, und Tanz hat mich mein ganzes Leben lang begleitet. Mit drei Jahren habe ich mit Ballett angefangen, und in meiner Jugend habe ich mich auch in Stepptanz, Modern Dance und Jazz versucht. In der Schule habe ich einen Tanz-AG für jüngere Schüler geleitet, wo ich Choreografien beigebracht habe, die ich stundenlang ausgearbeitet habe. In meinen späten Teenagerjahren und meinen Zwanzigern habe ich für das Clubbing gelebt! Auf der Tanzfläche fühlte ich mich lebendig, und wie Faithless zu Recht behauptet hat: God Is a DJ – und wie ich sie verehrte!!


Spulen wir ein paar Jahre vor, als ich den ecstatic dance für mich entdeckt habe – eine kraftvolle und befreiende Bewegungsform, die mir neue Wege der Selbstentfaltung eröffnet hat. Im Gegensatz zu strukturierten Tanzstilen lädt ecstatic dance dazu ein, sich frei zu bewegen, ohne Choreografie oder Erwartungen, sodass der Körper intuitiv auf die Musik und das innere Selbst reagieren kann.


In diesem Raum gibt es keine richtige oder falsche Art, sich zu bewegen. Ein erfahrener DJ begleitet diese Reise und verwebt verschiedene Musikgenres und Energien zu einem kontinuierlichen, mitreißenden Fluss. So wie sich die Musik entwickelt, so entwickelt sich auch deine Bewegung – mal sanft und fließend, mal intensiv und ausladend. Jeder Track ist eine neue Einladung, verschiedene Facetten deiner selbst zu erkunden. Jeder kann beim ecstatic dance mitmachen – ich habe schon bei Veranstaltungen mit über 80-Jährigen getanzt, mit Familien und sogar mit jungen Eltern, die ihr Baby auf dem Rücken getragen haben!


Mir gefällt die Kombination aus Freiheit und Verbundenheit, die ecstatic dance bietet. Wenn ich barfuß (ein Traum!) in einer angenehmen und intimen Umgebung tanze, kann ich ganz in meinen Körper eintauchen, Spannungen loslassen und mich mit mir selbst verbinden. Gleichzeitig herrscht auf der Tanzfläche eine gemeinsame Energie, ein Gemeinschaftsgefühl und ein unausgesprochenes Verständnis, das eine tiefe emotionale und spirituelle Verbindung zu anderen ermöglicht. Diejenigen, die die Augen offen haben, lächeln einander zu, während sie aneinander vorbeitanzen. Es ist wie eine bewegte Meditation, bei der der Geist zur Ruhe kommt und der Körper die Führung übernimmt.


Wenn du dich auf diese Weise bewegst, kommen Emotionen zum Vorschein und durchströmen den Körper, wodurch Raum für ein tieferes Gefühl der Präsenz entsteht. Mit jeder Drehung, jedem Wirbel und jeder Dehnung wächst dein Mut; du lernst, deinem Körper tiefer zu vertrauen und dich vollständiger auszudrücken. In diesem Prozess beginnst du, dein volles Potenzial als Tänzerin und als ganzheitliches, verkörpertes Wesen zu entfalten – geerdet, authentisch und lebendig in deinem ganz eigenen Ausdruck.


Wenn ich tanze, spüre ich, wie meine Seele mich bewegt. 

 
 
 

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